Um von möglichst vielen Medienverweigerern in kurzer Zeit Aussagen über Art und
Umfang ihrer Nicht-Nutzung zu bekommen, mußten erst einmal passende Teilnehmer gefunden werden. Und da Medienverweigerer nicht als solche im Telefonbuch stehen, außerdem naturgemäß kaum einer von ihnen durch Rundfunkaufrufe oder Inserate erreicht wird, mußte das Schneeballverfahren herhalten, also eine Suche per Flugblatt und Mund-zu-Mund-Propaganda. Die Resonanz war unerwartet groß. Als besonders ergiebig erwiesen sich Aushänge in Bibliotheken und Buchhandlungen. Insgesamt meldeten sich innerhalb eines Monats bundesweit 133 Freiwillige, denen jeweils ein zwölfseitiger Fragebogen zugeschickt wurde. Für sozialwissenschaftliche Umfragen dieses Umfangs ungewöhnlich: Sehr viele, nämlich 118 ausgefüllte Bögen, kamen auch zurück.


Vorgehensweise bei der Diplom-Arbeit „Medienverweigerer – Eine explorative Studie zu Formen des bewußten Medienverzichts" von Uschi Braun am Institut für Kommunikationswissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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